Verträge und Vertragsbedingungen

Wenn Sie etwas kaufen, Tickets/Eintrittskarten bestellen oder ein Hotelzimmer buchen, gehen Sie einen Vertrag ein. Es empfiehlt sich daher, die geltenden Vorschriften zu kennen, ehe man einen Kaufvertrag eingeht.

Sie müssen volljährig sein

Sie müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben, um einen Vertrag abschließen zu können. Es gibt allerdings drei Ausnahmen:

  • Die Eltern oder der gesetzliche Vertreter haben dem Vertragsabschluss zugestimmt.
  • Jugendliche, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, dürfen über ihr selbst verdientes Geld frei verfügen. 
  • Jugendliche, die vor Vollendung des 18. Lebensjahres einen eigenen Haushalt führen, dürfen für diesen auch einkaufen.

Personen unter 18 Jahren müssen ihre Einkäufe mit Bargeld zahlen. Ein Kauf auf Kredit ist nur mit der schriftlichen Einwilligung der Eltern oder des gesetzlichen Vertreters bzw. nach Vollendung des 18. Lebensjahrs möglich. Der Kauf auf Rechnung gilt als Kauf auf Kredit.

Unfaire Vertragsbedingungen sind häufig unwirksam

Lesen Sie immer zuerst die Vertragsbedingungen/Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), ehe Sie einem Kaufvertrag zustimmen. Der Verkäufer ist verpflichtet, Sie vor Abschluss des Kaufvertrags auf die Vertragsbedingungen hinzuweisen. Die Vertragsbedingungen gelten normalerweise selbst dann, wenn Sie sie nicht gelesen haben.

Klauseln, die gegen das Konsumentenkaufrecht oder andere zwingende Verbraucherschutzgesetze verstoßen, sind allerdings unzulässig. Solche Klauseln werden im allgemeinen Sprachgebrauch auch als unfaire Vertragsbedingungen bezeichnet. So verstößt etwa ein Händler, der in seinen Vertragsbedingungen eine Reklamationszeit von einem Jahr geltend macht, gegen das Konsumentenkaufrecht, das eine Reklamationszeit von drei Jahren vorschreibt. Eine solche Klausel wäre also ungültig.

Bedenken Sie bitte, dass die Verbraucherschutzgesetze bei privaten Kaufgeschäften keine Gültigkeit haben. Bei Privatkäufen können Sie mit dem Verkäufer individuelle Vertragsbedingungen vereinbaren.  

Weitere Informationen zum Kauf als Privatperson

(Weiterleitung zu einer schwedischsprachigen Seite)

Was Sie nicht bestellt haben, müssen Sie auch nicht bezahlen

Ein Kaufvertrag ist nur dann wirksam, wenn Sie das Angebot akzeptiert oder das Produkt ausdrücklich bestellt haben. Wenn ein Unternehmen behauptet, Sie hätten etwas bestellt, muss es dies auch belegen können.

Produkte, die Sie nicht bestellt haben, müssen Sie auch nicht bezahlen. Allerdings müssen Sie den Verkäufer in jedem Fall kontaktieren und die unrechtmäßige Zahlungsforderung anfechten. Die Rücksendekosten für Produkte, die Sie nicht bestellt haben, müssen Sie ebenfalls nicht übernehmen. Wenn der Verkäufer wünscht, dass Sie die nicht bestellten Produkte zurücksenden, können Sie einen Rücksendeschein verlangen.

Was sagt das Gesetz?

Welche Vertragsbedingungen rechtmäßig bzw. unzulässig sind, regelt das Gesetz über die Vertragsbedingungen für Verbraucherbeziehungen (schwedisch: Avtalsvillkorslagen). 

Weitere Informationen zum Avtalsvillkorlagen

(Weiterleitung zu einer schwedischsprachigen Seite)

Wenn der Verkäufer gegen das Gesetz verstößt

Ein Unternehmen, das sich in seinen Vertragsbedingungen unzulässiger Klauseln bedient, kann dem Verbraucherschutz (Konsumentverket) gemeldet werden. Zu den unfairen Vertragsbedingungen zählen etwa Bedingungen, die gegen das geltende Recht verstoßen oder dem Verkäufer gegenüber dem Käufer unangemessene Vorteile einräumen.

Unfaire Vertragsbedingungen melden (Weiterleitung zur Webseite des Konsumentverket)

(Weiterleitung zu einer schwedischsprachigen Seite)

Der Text wurde aus dem Schwedischen übersetzt. Bitte beachten Sie, dass sich eine Übersetzung etwas vom Originaltext unterscheiden kann. Die hier angegebene Quelle hat nur den schwedischen Text geprüft.

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