Verspätete Lieferung

Hat der Händler/Verkäufer die bestellte Ware nicht zum vereinbaren Termin geliefert, ist er in Verzug geraten. Sofern keine gesonderten Vereinbarungen getroffen wurden, gilt im allgemeinen eine Lieferzeit von 30 Tagen ab Bestelldatum.

Wenn Ihre Ware nicht rechtzeitig eintrifft, können Sie:

  •  einen Teil des Rechnungsbetrags einbehalten;
  •  vom Verkäufer Leistungserfüllung verlangen;
  • vom Kauf zurücktreten, wenn die verspätete Lieferung für Sie unzumutbare Folgen hat;
  •  Schadensersatz fordern für Kosten, die Ihnen durch die Verspätung entstanden sind.

Zurückhalten der Bezahlung

Gemäß dem Verbraucherkaufgesetz sind Sie berechtigt, eine Teil des Rechnungsbetrags als Sicherheit bis zur Lieferung des Produkts durch das Unternehmen einzubehalten. Beachten Sie, dass Sie das Unternehmen schriftlich über die Zurückhaltung des Teilbetrags informieren müssen. Bei Kreditgeschäften, z. B. bei einem Kauf auf Rechnung oder Ratenkauf, sind Sie gleichermaßen berechtigt, einen entsprechenden Teil des Rechnungsbetrags gegenüber dem Kreditinstitut einzubehalten. In dem Fall müssen sowohl das Unternehmen als auch das Kreditinstitut über die Zurückhaltung des Teilbetrags informiert werden.

Aufforderung zur Leistungserfüllung

Sie können erwarten, dass sich der Verkäufer an seinen Teil der Vertragsbedingungen hält und Ihre Bestellung vorschriftsgemäß liefert. Wenn Ihre Ware nicht zum vereinbarten Zeitpunkt eintrifft, sollten Sie den Verkäufer kontaktieren und sich beschweren. Dies sollte vorzugsweise schriftlich geschehen, z. B. per Mail. Setzen Sie dem Verkäufer eine Frist, also ein Datum, bis zu dem die Lieferung spätestens zu erfolgen hat. Beachten Sie dabei, dass der Verkäufer eine realistische Chance haben muss, der Forderung nachzukommen, und setzen Sie die Frist nicht zu kurz an.

Rücktritt vom Kauf 

Kommt der Verkäufer auch innerhalb der Zusatzfrist seiner Lieferpflicht nicht nach, können Sie berechtigt sein, vom Kaufvertrag zurückzutreten.

Wenn die Lieferverzögerung für Sie unzumutbare Folgen hat, kann der Rücktritt vom Kauf unter Umständen auch ohne die Gewährung einer Zusatzfrist erfolgen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie den Verkäufer vorab informiert haben, dass das Lieferdatum ausschlaggebend für das Abschließen des Kaufvertrags ist.

In einigen Fällen, z. B. bei der Bestellung eines Brautkleids, ist es auch ohne entsprechende Information offensichtlich, dass eine verzögerte Lieferung gravierende Folgen hätte.

Schadensersatz

Wenn Ihnen durch die Lieferverzögerung zusätzliche Kosten entstehen, können Sie vom Verkäufer Schadensersatz verlangen. Nach dem Gesetz können Ihnen nur tatsächlich anfallende Kosten erstattet werden, die Wartezeit an sich berechtigt Sie nicht zum Schadensersatz. Sie sind verpflichtet, die Ihnen entstandenen Unkosten mithilfe entsprechender Belege, z. B. Quittungen, nachzuweisen.

Weitere Informationen zum Verbraucherkaufgesetz

(Weiterleitung zu einer schwedischsprachigen Seite)

Wenn Sie sich mit dem Unternehmen nicht einigen können

Wenn Sie sich mit dem Unternehmen nicht einig werden, können Sie die Angelegenheit der allgemeinen Beschwerdekammer (Allmänna reklamationsnämnden, ARN) melden und um eine Prüfung der Streitsache bitten.

Weitere Informationen zur Meldung von Streitfällen an die allgemeine Beschwerdekammer (ARN)

(Weiterleitung zu einer schwedischsprachigen Seite)

Der Text wurde aus dem Schwedischen übersetzt. Bitte beachten Sie, dass sich eine Übersetzung etwas vom Originaltext unterscheiden kann. Die hier angegebene Quelle hat nur den schwedischen Text geprüft.

Hjälpte artikeln dig?